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Start in die Formel 1 Saison

Nach etlichen langen Wochen hat sich einiges getan und die Piloten können wieder ins Lenkrad greifen.
Ein langer Beitrag über Regeländerungen oder über das Fahrerkarussell ist dies nicht sondern nur ein kleiner Einblick zum ran tasten an die Saison . Ich habe lange überlegt nach welchen Kriterien, ich die Autos hier präsentieren soll, Vorjahreswertung, Sympathie, nach Präsentationstermin, den ersten Testzeiten oder wie es jetzt einfach passierte, nach dem Zeitpunkt der ersten öffentlichen Bildern – auch wenn dieser immer mehr zu einer Lackierungspräsentation verkommt.

Rich Energy Haas F1 Team:

Das Team präsentierte bereits am 7.Februar, jedoch nur die Lackierung sowie einige Renderings des neuen “Haas-Ferrari VF-19“. Der tatsächliche Wagen wurde erst am 18.Februar bei den Testfahrten in Barcelona enthüllt.

Das Desingn spielt absichtlich mit dem Legendären John-Player-Special-Design von Lotus. Der neue Geldgeber steht in Konkurenz zu Red Bull und spielt wie die seinerzeit mit Eyecatching.
Als Fahrer greifen wie schon die letzten beiden Jahre Romain Grosjean und Kevin Magnussen ins Lenkrad – außer Mercedes blieb dies die einzige konstante Fahrerpaarung vom Vorjahr.

Bei den Testfahrten traten schon die ersten Probleme auf so stimmte irgendetwas mit der Sitzanpassung nicht so das Ersatzfahrer Pietro Fittipaldi häufiger am Lenkrad war. Auch die Technik streikte ab und zu so war es am Dienstag eine defekte Benzinpumpe die für eine Unterbrechung sorgte.

Red Bull Toro Rosso Honda:

Auch hier wurde der “Scuderia Toro Rosso-Honda STR14” am 11.Februar zunächst nur digital präsentiert bevor es am 15.Februar in Missano zum Shake Down ging.

Der Wagen ist im wesentlichen ein Red Bull des Vorjahres in der letzten Ausbaustufe und Adaptierungen. Aus dem quasi “RB14B” wurde also der “STR14”.
In Missano wurde auch der erste Technik-Trend offenbart.
Nachdem im Vorjahr durch die ganzen Anbauteile am Frontflügerl noch sehr viel Luft über die Vorderreifen geleitet werden konnte ist dieses Jahr Schluss damit. Torro Rosso geht hier den Ansatz von Flügelelementen die außen flacher sind als näher zum Zentrum um die Luft aussen an den Rädern vorbei zu lenken. Am Ende des Beitrags wird ein englisches Video von Technikspezialist Gary Anderson eingebunden das dieses Kapitel detailiert beleuchtet.
Daniel Kvyat kehrt nach einem Jahr Entwicklungsfahrer bei Ferrari zurück in die Red Bull Familie. Mit Alexander Albon bekommt er einen Doppel-Rookie. Albon ist der erste Thailänder in der modernen Formel 1 (Prinz Bira fuhr anfang der 50er Jahre) und ist auch komplett neu im Formel 1 Line-up. Eigentlich wäre Albon in der FormulaE gestartet, hat diesen Vertrag jedoch zu gunsten der Formel1 gekündigt.

ROKiT Williams Racing:

Auch Williams präsentierte am 11.Februar, anders als die anderen Teams jedoch nicht digital sondern real. Dafür eben nicht das 2019er Auto sondernden 2018er-Boliden mir angepassten Flügeln die man ja schon letztes Jahr testete. Einzig Neu war somit nur die Lackierung die den Namenssponsor gut repräsentiert, aber nicht jedemanns geschmack ist.

Bei den Testfahrten erfolgte gleich die Ernüchterung.
Zunächst wurde ein Outing am Montag abgesagt nur um Stunden später auch den Dienstag abzusagen.
Der “Williams-Mercedes FW42” ist noch nicht fertig und soll erst heute Mittwoch Nachmittag seinen Shake down erleben. Das Fire up, also das erste Anlassen ist bereits erfolgt.
Als Fahrer kommen George Russell als Rookie und Robert Kubica zum zweifelhaften Vergnügen aus dem Williams alles heraus zu holen.
Das erste Roll Out erfolgte dann Mittwoch gegen 14:30. Bis 16:45 hatte man 11 Runden abgespult und war mit 1:25,625 ganze 7,683s von der Spitze entfernt.

Renault F1 Team:

Am 12. Februar war es dann soweit, das erste echte 2019er Auto war zu sehen, fühlen und riechen. Der “Renault R.S.19” wurde präsentiert.

Also schon 2 Tage vor dem Shake Down von Torro Rosso konnte man den Technik-Trend mit den den außen flachen Elementen am Frontflügel in Realität sehen.
Der wirkliche Shake Down erfolgte dann am Samstag in Barcelona durch den neuen Fahrer Daniel Riccardo der neben Nico Hülkenberg zum Fahrer-LineUp gehört.
Bei den Testfahrten gab es am Dienstag Probleme mit dem DRS dessen Spalt vergrößert wurde. Am Mittwoch Vormittag fuhr man ohne diesem System.

Mercedes-AMG Petronas Motorsport:

Am 13.Februar glaubte man an einen Showtag. Mit Mercedes, Red Bull und Racing Point war man auf 3 pompöse Präsentationen gespannt.
Gegen 11 Uhr (MEZ) tauchten die ersten Bilder vom “Mercedes F1 W10 EQ Power+” beim Shake Down in Silverstone auf. Eine wirkliche Präsentation wie man sie von einem Automobil-Giganten erwartät hätte blieb man schuldig.

Mitt Lewis Hamilton und Valteri Bottas bleibt am Lenkrad alles beim gleichen, Optik und Design wurde etwas angepasst.
Da das Fire Up bereits am 8.Februar erfolgte hat man vielen Teams einiges vorraus, die aktuellen Rückstände zwischen 1,970s (Mo.), 1,485s (Di.) und aktuellen 2,931s (Mi. gegen 15:00) deuten an das man hier nicht auf Volllast sondern auf Standfestigkeit entwickelt.
Das Mercedes hier mit dem Frontflügel so verwachst hat und nur ein System den richtigen Ansatz liefert hält noch niemand für wahrscheinlich.

Aston Martin Red Bull Racing:

Nachdem Mercedes noch am Vormittag Bilder präsentierte ließ sich Red Bull für den “Red Bull Racing-Honda RB15“etwas Zeit. Erst am frühen Nachmittag kurz vor dem Shake Down von Max Verstappen veröffentlichte man Bilder.

Mit Pierre Gasly stößt ein weiterer junger Fahrer ins Team der aber sowohl den Spirit als auch den Lifestyle des japanischen Motorenlieferanten aus dem Vorjahr bei Torro Rosso kennengelernt hat.

SportPesa Racing Point F1 Team:

Das ehemalige Force India Team das im Vorjahr von einem Konsortium dem auch der Vater von Lance Stroll angehört aufgekauft wurde präsentierte den “Racing Point-Mercedes RP19” spät Abends nach Mitteleuropäischer Zeit auf der Motor Show in Toronto.

Neben dem Perez der jetzt das 6. Jahr für das Team in Angriff nimmt gesellt sich eben Lance Stroll.
Während man über den Winter versuchte Namensrechte für bedeutende britische Automobilmarken wie Lotus, Tyrell oder Brabham zu bekommen änderte man die Strategie rechzeitig um mit SportPesa einen Namenssponsor zu finden und die Nennung nun doch auf Racing Point lauten zu lassen.

Alfa Romeo Racing :

Im Winter ließ es sich Alfa Romeo einiges an Geld kosten um dem Schweizer Rennstall von Peter Sauber ein neues Image zu verpassen. Die Schweizer treten und dem Teamnamen “Alfa Romeo Racing” an. Überraschend sah man am Morgen des 14.Februar die ersten Bilder vom “Alfa Romeo Racing-Ferrari C38” mit spezieller Valentinslackierung von Bild 3.

Auch wenn sich am Auftritt und Bild einiges ändert, das Herz wird die Sauber-Truppe bleiben. Alfa hat keine Anteile am Rennstall, der weiterhin unter Schweizer Lizenz antritt und ist weder technisch noch organisatorisch beteiligt.
Auch das auf den “Sauber C37” der “Alfa Romeo Racing-Ferrari C38” folgt ist ein weiteres Zeichen das es sich weiterhin um die Schweizer handelt.
Viel Auffälliger ist beim Alfa der Frontflügel der die Luft aussen um die Reifen als über diese Leiten soll. Erst am 18.Februar, also kurz vor start der Testfahrten wurde die Lackierung für die Saison vorgestellt.
Die Testzeiten überzeugen die Fahrer Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi bisher vollends, Mittwoch gegen 16:00 steht man mit 0,588s Vorsprung sogar vor Ferrari, spulte an allen 3 Tagen über 100 Runden ab.
Einige Leute vermuten sogar das der C38 ein ähnliches Wunderauto wie einst der Brawn GP sein könnte und uns alle überraschen wird.

McLaren F1 Team:

Nach der Überraschung von Alfa am Vormittag erfolgte der geplante Teil das Valentinstag, McLaren enthüllte mit einer gestreamten Präsentation den neuen “McLaren-Renault MCL34”.

Der neue Wagen von Carlos Sainz Jun. und dem Neuling Lando Norris hat etwas Blau am Heck dazu bekommen, die von McLaren eingeführten Nasenöffnungen sind weiterhin vorhanden, ebenso ein Flügel der den Luftstrom nach oben über die Reifen lenken soll.
An den ersten beiden Testtagen war man mit von der Partie, am dritten Tag strauchelte man mit Getriebeproblemen.

Scuderia Ferrari Mission Winnow:

Zu guter Letzt musste auch Ferrari sein bestes Stück zeigen. Die Präsentation des “Ferrari SF90” wurde die einzigen wirklich pompöse. Unter dem Motto “Essere Ferrari” – so soviel bedeutet wie “Ferrari sein” oder “(als Teil) Ferrari (er)leben” – wurde das neue Spielzeug von Sebastian Vettel und Charles Leclerce vorgestellt.

Neben der neuen Optik in Matt-Rot und Schwarz fällt auch hier der Frontflügel auf der vor den Endplatten schmal zusammen läuft.
Wenn man den ersten Testzeiten glauben schenken darf ist dieser Flügel die neue Geheimwaffe in der Formel 1.
Bestzeiten am Montag und Dienstag sowie eine weitere Top-Zeit am Mittwoch legen nahe das man mit Ferrari auch dieses Jahr Rechnen muss.


Der Frontflügeltalk mit Gary Anderson:

https://motorsport.tv/embed/PtjmDYQ5?autoplay


Im Bereich Motorsport geht es in den nächsten Tagen mit einem ausführlichen Review der Testfahrten weiter bevor die Formel 1 Saison am 15. März in Melbourne richtig los geht.

Euer
Unteroffizier Wojtek a.D.
22. Artillerieversorgungs Divison

Die Stadtliga startet in die Vorbereitung

Nach dem 41. WFV-Hallenturnier geht es jetzt in die Vorbereitung für den Saisonbeginn am 22. Februar.

Ein kleiner Vorausblick in die erste Frühjahrsrunde:

Fr, 22.02.19 18:00 Ostbahn XI : Fav AC
Sa, 23.02.19 14:00 Sportunion Mauer : SV Wienerberg 1921
Sa, 23.02.19 14:00 A XIII Auhof Center : Donau
Sa, 23.02.19 16:00 Wiener Viktoria : Gerasdorf Stammersdorf
So, 24.02.19 10:15 Fach-Donaufeld : Post SV
So, 24.02.19 10:30 WAF Vorwärts Brigittenau : ASV 13
So, 24.02.19 23:00 Slovan HAC : Mannswörth (noch nicht terminisiert)
So, 24.02.19 23:00 Mauerwerk Sport Admira : ASK Elektra (noch nicht terminisiert)


Einige sind jedoch schon früher aus dem Winterschlaf erwacht und haben die ersten Feldpartien bereits hinter sich – die Heimspiele sind in fett dargestellt:

A XIII Auhof Center
Mi, 16.01.19 18:45 Siemens Großfeld (2. Landesliga) 9:2 (4:2)
Sa, 19.01.19 14:00 LAC-Inter (2. Landesliga) 5:2 (1:1)
Mi, 23.01.19 18:30 AKA FK Austria Wien U18 (ÖFB Jugendliga U18) 5:2 (2:2)

ASK Elektra:
Fr, 18.01.19 18:30 Retz (1. Landesliga) 3:1 (2:1)

ASV 13:
Sa, 12.01.19 14:00 First Vienna FC 1894 (2. Landesliga) 1:4 (1:1)
Sa, 19.01.19 15:00 NAC (2. Landesliga) 2:3 (1:1)

Donau:
Fr, 18.01.19 18:00 Hohenau (Gebietsliga Nord/Nordwest) 2:3 (1:0)
Di, 22.01.19 19:00 Siemens Großfeld (2. Landesliga) 3:1 (1:0)

Fav AC:
Mi, 16.01.19 18:30 LAC-Inter (2. Landesliga) 2:1 (0:1)

Gerasdorf:
Sa, 19.01.19 13:00 Red Star Penzing (2. Landesliga) 2:3 (2:1)
Di, 22.01.19 18:00 FC Mannsdorf-Großenzersdorf (Regionalliga Ost) 0:5 (0:3)

Mannswörth
Di, 15.01.19 18:30 Young Violets Austria Wien (2. Liga) 1:2 (1:0)
Fr, 18.01.19 18:00 FC Stadlau (Regionalliga Ost) 1:0 (0:0)
Di, 22.01.19 18:30 First Vienna FC 1894 (2. Landesliga) 1:5 (0:1)

Ostbahn XI
Do, 17.01.19 19:00 L.A. Riverside (2. Landesliga) 1:4 (0:1)

Post:
Sa, 19.01.19 14:00 Schwechat SV (Regionalliga Ost) 1:2 (1:1)

SV Wienerberg
Fr, 18.01.19 19:30 Leithaprodersdorf (Burgenlandliga) 1:1 (1:0)
Mi, 23.01.19 19:30 FAC Wien Amat. (2. Landesliga) 2:1 (0:1)

Slovan HAC
Mi, 23.01.19 18:30 Rohrau (2. Klasse Ost) 5:2 (4:1)

WAF:
Mi, 23.01.19 19:00 FAC Wien (2. Liga) 0:3 (0:6)

Viktoria:
Fr, 18.01.19 19:00 FC Mannsdorf-Großenzersdorf (Regionalliga Ost) 3:6 (3:2)
Sa, 19.01.19 16:00 Hellas Kagran (2. Landesliga) 4:3 (0:2)
Di, 22.01.19 19:00 SKN St. Pölten Juniors (Regionalliga Ost) 2:4 (1:2)
Mi, 23.01.19 19:00 L.A. Riverside (2. Landesliga) 7:0 (4:0)


Für den Fußball in Favoriten

Hier noch ein kleiner Blick in die restliche Vorbereitung des FavAC:

Fr, 25.01.19 18:00 FC Stadlau (Regionalliga Ost)
in Stadlau

Sa, 02.02.19 14:00 Helfort 15 Dinamo Young Stars (2. Landesliga)
am Helfortplatz – die Reserve bestreitet ihr Spiel bereits um 12:00

Mi, 06.02.19 18:45 Red Star Penzing (2. Landesliga)
am Rad Star Platz

Fr, 08.02.19 18:00 Team Wiener Linien (Regionalliga Ost)
am Rax-Platz

Sa, 09.02.19 14:15 PHH Fortuna 05 (2. Landesliga)
am Fortuna Platz – die Reserve bestreitet ihr Spiel bereits um 12:00

Euer
Unteroffizier Wojtek a.D.
22. Artillerieversorgungs Divison

Der WFV-TOTO-Cup am 1.12.2018

Wien, am 3.12.2018

Eigentlich hätten am Samstag 4 Spiele der 4. Runde im WFV-Toto-Cup stattfinden sollen:

Post SV : Fav AC
WAF Vorwärts Brigittenau : ASV 13
Gersthofer SV : Wiener Viktoria
SV Wienerberg 1921 : Ostbahn XI

Jeweils für 13 Uhr angesetzt wurden aber alle Platzwarte bis auf einen vom “Wintereinbruch” der Wien in der Nacht von Freitag auf Samstag schwer überrascht.

Gersthofer SV:

Der Gersthofer SV hat nur einen Naturrasen und kann somit bei Schneelage natürlich nicht spielen. – Ob der Ersatztermin mit Dienstag 4.12. um 18:30 hält ist ob der Witterungsbedingungen sehr fraglich

Post SV:

Hier war die Absage bereits um 10:30 an den Verband gemeldet worden. Die einzige wirkliche Fangruppe im Wiener Unterhaus war somit schnell informiert und hatte keine Probleme. Das – wie man sich später am Wienerbergplatz erzählte – man aber nicht mal den Versuch startete hier etwas zu machen ist eigentlich nicht schön.
Was aber echt gut geklappt hat ist der Ersatztermin der wurde innerhalb weniger Minuten gefunden. – Die Partie findet nun am Donnerstag den 6.12. um 18:30 statt, man kann nur hoffen das der Schnee bis dahin geschmolzen ist und es in der Nacht dann nicht zu kalt wird sonst ist das Eislaufen und kein Fußball.

WAF Vorwärts Brigittenau

Und damit kommen wir zum absoluten Highlight des Spieltages.

Die Absage in der WAF-Gruam wurde ganze 42 Minuten vor Spielbeginn offiziell, der ASV13 informierte Interessierte die sich per Facebook Messenger über die Partie erkundigten blitzschnell so das wir dann zum eigentlichen Ersatzprogramm auf den Wienerbergplatz aufbrachen.

Was daran das Highlight ist? 

Das Social-Mediateam der Heimmannschaft antwortete ganze 13 Minuten vor dem eigentlichen Anpfiff noch damit das das Spiel stattfinden wird. Der Hinweis das man von Seiten ASV13 über eine Absage informiert wurde blieb einige Zeit ignoriert.
Über eine Stunde nach dem geplanten Anpfiff  – in Halbzeit 2 am Wienerberplatz – wurde dann mitgeteilt das man leider “vor einer Stunde noch andere Informationen hatte”.

In einer immer schneller werdenden Gesellschaft ist der Social Media Umgang etwas das im Unterhaus eindeutig Verbesserungspotential hat.

Der Ersatztermin ist übrigens Dienstag 4.12. 19:00.

SV Wienerberg:

Der SV Wienerberg zum Beispiel konnte die Partie um 13 Uhr wie erwartet und angesetzt auch spielen.
Einen Dank hier auch an den Platzwart der das Ersatzprogramm für einen Gast aus Vorarlberg ermöglichte.
Der Gast staunte übrigens nicht schlecht das er in Bregenz um 5:45 bei +6° Celsius in den Zug stieg und hier bei -3° und Schnee ausstieg.

Nicht schlecht staunten auch alle 60 Zuseher das nach 88 Minuten auf der Anzeigetafel plötzlich Spieler und Betreuer und Schiedsrichter das Spielfeld verlassen.

Beim Stand von 7:0 für Wienerberg kann man jetzt darüber streiten ob Schiedsrichter Lukenic einfach erbarmen hatte oder in der Euphorie über den 2:0 Halbzeitstand wirklich nur die Uhr auf der Anzeigetafel zu spät gestartet wurde.
Wirklich grausam wurde es in der Partie für die Simmeringer jedenfalls erst nach der 50. – In den Minuten 52 bis 59 fing man sich trotz eines Wechsels in 7 Minuten 3 Tore ein.
Das man seitens OstbahnXI auch dem 17 jährigen Goalie Isa Ablak die letzten 15 Minuten spielen ließ darf einfach nicht darüber hinweg täuschen das  man mit Spielern wie Dennis Ilic (27), Daniel Meindorfer (26), Manuel Jagschitz (27), Artan Selimi (33), Aliji Nagip (27) und Vlenard Bojku (26) eigentlich genug Routine und Erfahrung am Feld gehabt hätte nicht so unter die Räder zu kommen. ( Der Spielbericht auf der Seite des WFV )

Euer
Unteroffizier Wojtek a.D.
22. Artillerieversorgungs Divison

Eindrücke von der 4. Runde im WFV-TOTO-Cup zwischen SC Maccabi Wien und First Vienna FC 1894

Wien, am 30.11.2018

Vorfeld und rund herum:

Die Vienna veröffentlicht gegen freie Spende ein Heft über ihre jüdischen Wurzeln und das nautürlich gegen einen jüdischen Verein.

Ein U8-Turnier findet im Vorfeld statt, die Preisverleihung und später auch den Ehrenankick nimmt der israelische Teamstürmer und Austria-Spieler Alon Turgeman vor.

Insgesamt waren es mit Kindern und Eltern vom U8-Turnier die noch dort geblieben sind laut Verband 450 – das wird wohl auch das best besuchte Match dieser TOTO-Cup Runde sein.

Maccabi mit Rauch und Fackeln, die Vienna dafür natürlich mit mehr Anhang Vorort.

Das Match im Schnelldurchlauf:

Die Vienna geht in Minute 10 mit 0:1 in Führung, kassiert in Minute 19 den Ausgleich, Minute 35 stehts dann aber 1:2 was der Endstand war.

Die Verteilung der gelben Karten mit 1:3 spricht, selbst bei einem komplett überforderten Schiri-Trio das rund 2/3 der Viennafouls nicht erkannt hat und wenn was entschieden wurde meist gegen die Maccabi pfiff, schon Bände.

Der 4. der Oberliga B (6. Leistungsstufe) hat die Vienna mehrfach beobachtet und war dementsprechend gut eingestellt. Maccabi hat die Schwächen gekannt, die Angriffe schnell nach vorne gespielt, im Abschluss fehlte dann oft Glück und natürlich auch etwas das Können. 

Die Döblinger (2. in der 2. Landesliga – 5. Leistungsstufe) waren schon allein damit beschäftigt sich der Kreativität von Maccabi-Angriffen zu stellen – kein Wunder hat man den Gegner auch keine Sekunde beobachtet und das in einem Bewerb wo ein dummer Fehler die Entscheidung sein kann – und sind nach den ersten beiden Wechseln der Maccabi in der 75. bzw. 80. kaum mehr ins Spiel gekommen.
Die Vienna war danach nurmehr am mit Mann und Maus verteidigen, die wenigen wirklich gefährlichen Konter waren zu schlampig gespielt.

Fazit:

Die Oberligisten haben mit 11 Punkten Rückstand auf den ungeschlagenen Tabellenführer (auch nur ein unetschieden) Columbia Floridsdorf wohl keine Chance mehr auf den Aufstieg – bräuchte sich mit solchen Leistungen aber auch in einer 2. Landesliga nicht verstecken.

Bei der Vienna stellt sich die Frage ob man nicht will oder nicht kann.
Meine Einschätzung – die hab ich nachher in Gesprächen mit einigen Viennaanhängern bestätigt bekommen – ist das man nicht kann,… Und zwar kann man sich anscheinend nicht vorstellen das der Name “First Vienna Football Club” alleine nicht reicht.
Klar sollte aber nach der Hinrunde sein das wenn Kurtis nicht spielt eigentlich garnix geht, dann setzt es nur ein X gegen Vereine wie Hellas Kagran, Stadlau 1b oder auch Red Star Penzing oder man verliert gegen Rapid Oberlaa.

Da helfen dann auch Erfolge wie ein 7:0 gegen NAC (15.), ein 9:0 gegen Hirschstetten (16.) oder ein 8:1 gegen Ankerbrot (14.) nichts – übrigens Vereine die mindestens 9 Punkte Rückstand auf den 13. haben – vorallem wenn man dann so fahrlässig agiert und gegen den direkten Titelkonkurenten zwar 4:2 gewinnt aber dann nicht alle Spielerpässe vorweisen kann und sich dadurch am grünen Tisch ein 0:3 + Rückreihung einhandelt.

Die Vienna ist aktuell gerade mal noch der Name – Vorstand, sportliche Leitung, Finanzstatus sind nicht der Rede wert.
Wille, Ehrgeiz und die Leidenschaft ist dort nurmehr auf der Tribüne daheim.
Ein Trauerspiel in blau-gelb.

Euer
Unteroffizier Wojtek a.D.
22. Artillerieversorgungs Divison